Unsere Familie bewirtschaftet 11 Hektar, die hauptsächlich im Gebiet Côte des Blancs liegen.  Unsere Status des "Erntenden Erzeugers" (Récoltant Manipulant – RM) verbietet und den Zukauf von Trauben. Der Champagner Voirin Jumel kam schon immer von den gleichen Reben, und so wird es auch bleiben.

Unsere Parzellen verteilen sich über 11 Dörfer. Nach der Lese wird die Ernte jeder Parzelle (geordnet nach Dorf, Sorte und Pressung) separat zu Wein verarbeitet.
Im Januar werden die Weine stabilisiert. Jeder Wein wird gekostet. Soll ein Jahrgangswein oder Reservewein angestrebt werden, assembliert (zusammengestellt) oder verkauft werden? Die Kunst, die Entwicklung eines Grundweins zu beurteilen, gehört zu den alt überlieferten Kenntnissen und Geheimnissen, die ein sehr gutes sensorielles Gedächtnis voraussetzen.

 
 

Wussten Sie, dass...?

Jede Rebfläche, ganz gleich, ob sie 1 Ar, 10 Ar oder 1 Hektar groß ist, trägt einen oder sogar zwei Namen. Zum Beispiel den offiziellen Katasternamen: les Mardus, les Folies, la Côte au vent, les Briquettes… der andere Name wird vom Winzer verliehen – der Name unserer kleinsten Parzelle von einem 1 Ar lautet «l’hectare», der Hektar! Und den amtlichen Namen kenne ich nicht!
 

 

 
 

In der Champagne wurden drei Rebsorten aufgrund ihres komplementären Wesens ausgewählt:

 

- Pinot Noir (eine schwarze Traube mit weißem Saft) schenkt Stärke und Großzügigkeit;
- Pinot Menier (ebenfalls eine schwarze Traube mit weißem Saft) sorgt für Bouquet und Fruchtigkeit;
- Chardonnay (eine weiße Traube) gibt Finesse und Eleganz und ist ideal für Champagner, die über die Jahre
ausbauen.

 

Die Bezeichnung «Champagnes Blanc de Blancs» weist darauf hin, dass der Champagner ausschließlich aus Chardonnay gekeltert wurde. Die «Blanc de Noir» genannten Champagner gehen ausschließlich aus der Rebsorte Pinot Noir hervor.
Bei der Erzeugung eines reinsortigen Champagners ist das Spiel mit der Komplementarität anderer Sorten nicht möglich. Die Pinot Noir und Chardonnay Trauben müssen von sehr hoher Qualität sein. Champagner mit der Bezeichnung Blancs de Noirs oder Blancs de Blancs haben ihren Ursprungsort meistens auf den besten Rebflächen: die so genannten Grands Crus.

Trauben mit dem Qualitätssiegel Grands Crus Blanc entstammen dem Anbaugebiet Côte des Blancs: diese ausschließlich mit Chardonnay bestockte Region erstreckt sich von Epernay bis Vertus. Diese Trauben sind bei den großen Marken zur Erzeugung von prestigeträchtigen Sorten begehrt.

 

 


Auf der Rebflächenskala von 80 bis 100 % ist die höchste Qualitätsstufe Grand Cru (100%), gefolgt vom Premier Cru (99 à 90 %). Die Trauben aus den anderen Rebflächen tragen die Herkunftsbezeichnung Champagne ohne zusätzliches Qualitätsmerkmal. Anhand dieser Skala der Crus legen Weinbauern und Händler den Preis für ein Kilo Trauben fest. Nur in der Champagne wird nicht in Litern, sondern in Kilo verhandelt (für eine Flasche sind ungefähr 1.33 kg Trauben erforderlich). Der Preis für ein Kilo lag 2005 bei etwa 5 Euro.
 
 

© Celuga

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